Stück: „Eine Woche voller Samstage“ von Pail Maar Theater: Theater für Niedersachsen Inszenierung: Melanie Schweinberger Bühne: Beata Kornatowska Kostüm: Beata Kornatowska Dramaturgie: Maren Simoneit Ensemble: Camila Cordero, Lene Jäger, Linda Riebau, Manuel Klein, Paul Hofmann, Tobias Herrmann Fotos: Clemens Heidrich Rolle: Sams
Blaue Punkte im Gesicht, abstehende Haare, ein vorwitziges Mundwerk – das ist das Sams! Völlig überraschend für den stillen Herrn Taschenbier, wählt das Sams an einem Samstag ihn zu seinem Papa. Am liebsten würde dieser den nervigen Gast so schnell wie möglich wieder loswerden, bringt er ihn doch immer wieder in neue Verlegenheiten. Doch bald merkt Herr Taschenbier, dass dieses Sams nicht nur ein riesiges Chaos verbreitet, sondern sein Leben auch spaßig auf den Kopf stellt. Denn das Sams nimmt alles wortwörtlich, und so landet Herrn Taschenbiers Vermieterin Frau Rotkohl kurzerhand auf dem Schrank. Egal, wo das Sams auftaucht, im Kaufhaus, im Büro bei Herrn Oberstein oder in der Schule, erlebt es irrwitzige Abenteuer. Und Herr Taschenbier stellt fest, dass so viel »Samsigkeit« bei aller Korrektheit wunderschön sein kann.
Hildesheimer Allgemeine Zeitung:„Quieken und Glucksen, Kichern und Lachen ertönt bei der Premiere am Sonntagmittag ständig, wenn Daniele Veterale als Sams über die Bühne purzelt. Zum einen von dem Schauspieler selbst, aber auch durchgängig aus dem Zuschauerraum. Die Reihen sind gefüllt mit Kindern, die hörbar Spaß mit und Freude an dem Treiben auf der Bühne haben. Dafür sorgt natürlich das Sams mit den Reimen aus dem beliebten Kinderbuch und Veterale mit Grimassen, Turn- und Tanzeinlagen und Wortgefechten mit dem restlichen Ensemble. …Paul Hofmann übernimmt als Herr Taschenbier den menschlichen Anker im Stück. Das gelingt ihm gut, gerade im Zusammenspiel mit Veterale als Sams. Zwischen den beiden herrscht eine schöne Chemie, sodass in all dem Chaos und den Nervenzusammenbrüchen bei Rektoren, Chefs und Vermieterinnen auch zu sehen ist, wie der zurückhaltende Herr Taschenbier lernt, seinen Mann zu stehen und sich eine echte Bindung zwischen ihm und dem Sams entwickelt. Das alles aber ganz nebenbei, ohne, dass es ausbuchstabiert wird.“ Björn Stöckemann